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Heizkostenverteiler

Es gibt unterschiedliche technische Lösungen für Heizkostenverteiler. Neben der preiswerten Variante den sogenannten Verdunstern, die wir nicht mehr einsetzen, gibt es verschiedene Bauformen von elektronischen Heizkostenverteilern, die im Nachfolgenden kurz beschrieben werden. 
 

Neben den technischen Varianten gibt es bei Heizkostenverteilern auch Unterschiede in der Anzeige. In der Fachwelt wird unterteilt in Einheits- und Produktenskala. 


Bei der Einheitsskala ist die Auflösung aller Geräte gleich ohne Berücksichtigung der Heizkörperleistung. Für diese wird ein separater Faktor ermittelt, welcher multipliziert mit dem Ablesewert des Heizkostenverteilers die eigentliche Verteilgröße (Einheiten) ergibt. 


Geräte mit Produktenskala beinhalten bereits diesen Faktor für die Heizkörperleistung, d. h. die Skalen der Heizkostenverteiler variieren und jedes Gerät ist speziell für seinen Heizkörper programmiert.


Aus Gründen der besseren Nachvollziehbarkeit haben wir uns dafür entschieden, nur Geräte mit Einheitsskala zu verwenden. Auf den Ableseunterlagen sind die Heizkörpermaße sowie der Bewertungsfaktor mit angedruckt und lassen so eine einfache Überprüfung der Werte zu.

Elektronische Heizkostenverteiler 

haben sich in den letzten Jahren verstärkt durchgesetzt und in vielen Anlagen die Verdunster abgelöst. Vorteil ist die einfachere Ablesbarkeit, die deutlich höhere Auflösung und die automatische Speicherung von Altwerten. So kann auch noch Monate nach dem Ablesetermin der exakte Stichtagswert abgelesen werden. Auch das Problem der Kaltverdunstung kennen die elektronischen Geräte nicht.   


Derzeit gibt es zwei wesentliche Bauformen dieser Geräte - zum einen Einfühlergeräte mit einem Startfühler und andererseits Zweifühlergeräte. Die preiswerteren Einfühlergeräte messen die Oberflächentemperatur der Heizfläche und bilden über die Zeit daraus eine Verteilgröße. Bei den Zweifühlergeräten wird zusätzlich noch die Raumtemperatur erfasst, um z. B. Falschmessungen durch Fremdwärme weiter zu minimieren. Bei sehr geringen Vorlauftemperaturen, wie sie heute bei modernen Heizsystemen öfter anzutreffen sind, können oft nur Zweifühlergeräte eingesetzt werden, um verwertbare Messergebnisse zu erzielen.  
 

Funk-Heizkostenverteiler

sind prinzipiell gleich aufgebaut wie elektronische Geräte. Zusätzlich besitzen sie einen kleinen Sender, der den Verbrauchswert zu einem Empfänger überträgt. Dadurch ist eine Anwesenheit des Mieters bei der Ablesung nicht mehr notwendig.

Die EU hat im Rahmen der Novellierung der Europäischen Energie-Effizienz-Direktive (EED) festgelegt, dass ab 22.10.2020 nur noch (funk-)fernablesbare Zähler für Heizung und Warmwasser neu installiert werden dürfen. Bis zum 01.01.2027 muss auch der Bestand auf Funkablesung umgerüstet werden.
 

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